Bologna

In dieser Folge geht es nach Bologna. Ich erzähle euch mehr über die Seele der Stadt, über ihre Geheimnisse und warum ich sie „la nonna“ nenne.

bella Italia > Folge 12:

Ein Tag in Bologna und eine Enthüllung vieler Geheimnisse.

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Die sieben Geheimnisse

1.) Die Pfeile in der Holzdecke: In der Decke der Veranda in der Strada Maggiore, direkt vor dem Eingang  zur Corte Isolani, stecken Pfeile. Eigentlich sollten die Pfeile einen Feind treffen. Die Bogenschützen wurden aber von einem nackten Mädchen abgelenkt und so verfehlen sie ihr Ziel und die Pfeile landeten an der Decke der Holzveranda.
2.) Das Schnurlostelefon des Mittelalters: Unter dem Gewölbe des Palazzo del Podestà kann man in eine Ecke flüstern und es wird in der gegenüberliegenden Ecke gehört – ganz ohne High-Tech. Dieser Kommunikationskanal wurde im Mittelalter entworfen, um Angeklagte zu einem Geständnis zu bringen. 

3.) Das "kleine Venedig": In der Via Piella gibt es in einer Hausmauern ein Fenster, das auf einen Kanal blicken lässt, der kurz an Venedig erinnern lässt. Bologna hatte im 12. Jahrhundert eigentlich viele Kanäle, die auch für den Handel wichtig waren. 

4.) „Panis vita, Canabis Protectio, Vinum Laetitia“ oder: „Brot ist Leben, Wein ist Freude, Cannabis ist Schutz“. Diese Inschrift in der Via Indipendenza bezieht sich auf den Reichtum, den der Hanfanbau im 15. Jahrhundert nach Bologna gebracht hat. 

5.) Der Finger der Neptunstatue: Ob es Zufall oder ein Witz des Künstlers war, weiß man nicht. Aber wenn man von der Bibliothek aus auf den Neptun blickt (in Richtung Basilica di San Petronio), wirkt der Zeigefinger von Neptun wie dessen enorme Erektion. 

6.) Die kaputte Vase auf dem Torre degli Asinelli: Man sagt, ein Dieb hätte diese gestohlen und an diesen unerreichbaren Platz gebracht, weshalb sie noch immer dort sei. 

7.) Bologna, die „Gelehrte“: Im Palazzo Poggi, in der Universität von Bologna, soll ein alter Tisch stehen, auf dem die Inschrift "Panum resis" zu lesen ist. Diese weise eindeutig darauf hin, dass Wissen die Grundlage aller Entscheidungen ist, und der Spitzname der Stadt Bologna „die Gelehrte“ also mehr als treffend ist.

Bologna

Bologna ist die Hauptstadt der Region Emilia-Romagna. Im Mittelalter zählte die Stadt über hundert Türme, die der Verteidigung und als Wohnraum dienten. Heute sind davon vor allem die beiden schiefen Türme Asinelli und Garisenda bekannt. Bologna beherbergt die drittgrößte Universität in Italien und ist mit knapp 400.000 Einwohnerinnen und Einwohner die siebtgrößte italienische Stadt. Sehenswürdigkeiten wie die Basilica di Santo Stefano, der Piazza Nettuno oder die typischen Arkaden ziehen jährlich zahlreiche Touristinnen und Touristen an. Die charakteristischen Arkadengänge haben insgesamt eine Länge von knapp 40 km, wovon ein Weg von 3,5 km – unter 666 Arkaden – zur Wallfahrtskirche Santuario della Madonna di San Luca führt. Es sind diese Details, die Bologna so einmalig machen. Details, die wir auch als Geheimnisse bezeichnen könnten.